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Single Ended
Röhrenverstärker selbst bauen
... preiswert und ohne
Ballast
Unter den
Röhren-Fachleuten gibt es zwei Lager. Die einen schwören auf die
Ultralinear -Gegentaktverstärkerschaltung (siehe Projekt PP25), die
anderen auf die Single- Ended (SE) Schaltung bei der in der Regel eine
Endröhre pro Kanal eingesetzt wird. Der Vorteil der
Ultralinear-Gegentaktschaltung ist der geringe Klirrfaktor und der höhere
Wirkungsgrad mit denen Ausgangsleistungen bis ca. 100 Watt Sinus erreicht
werden können. Der Vorteil der SE Schaltung ist, dass der bekannte warme
Ton der Röhre noch besser zur Geltung kommt, da im Gegensatz zur
Gegentaktschaltung die Harmonischen 2ten Grades nicht kompensiert werden.
Der Klirrgrad ist damit natürlich höher, aber gerade der prägt das
typische Röhrenklangbild. Letztlich ist es aber reine Ansichtssache, ob
man einen SE-Verstärker dem Ultralinear-Gegentaktverstärker vorzieht.
Allerdings hat der SE Verstärker noch ein weiteres Handicap. Mit einer
Röhre erzielt man Ausgangsleistungen von ca. 4 Watt (2A3) bis etwa 10 Watt
(KT88). Damit sind wirkungsstarke Lautsprecher ein "muss" für den SE
Verstärker.
Ein Ausweg
bietet eine Parallelschaltung von 2 Endröhren. Damit lässt sich die
Leistung verdoppeln und dem Einsatz von Standard -Lautsprechern steht
nichts mehr im Wege.
Das Projekt SE 25 Verstärker wurde deshalb nach diesem Konzept mit zwei
Endröhren konzipiert und erfolgreich abgeschlossen. Folgende Zieldaten
wurden definiert:
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Endröhren nach Wahl:
EL34, KT88, KT86, 6550,6L6, 2A3, 300B
Ausgangsleistung pro Kanal: bis zu 20 Watt je nach Röhrentyp
Klirrfaktor:
kleiner 5% bei Nennleistung
Frequenzgang:
10Hz bis 25 kHz , -1db
Eingangsspannung:
kleiner 200 mV bei Vollaussteuerung
Fremdspannung:
- 80 dB |
Konzept:
Die Schaltung wurde mit 2 Endröhren KT88 in Parallelschaltung
aufgebaut. Als Ausgangsübertrager wurde wieder ein M102 Kern gewählt,
allerdings mit einem Luftspalt von 1mm. Da der Anodengleichstrom nun die
Wicklung gleichphasig durchfließt wird der Kern entsprechend
vormagnetisiert, aber darf dabei nicht gesättigt werden. Deshalb wurde
auch das M102 Kernmaterial gewählt, das bis 20 Watt Sinus
Ausgangsleistung genügend Reserven bietet.
Der Ausgangswiderstand Ra beträgt jetzt 1,5 k Ohm, also die Hälfte des
Einröhrenwertes. Die Ansteuerung erfolgt wieder mit den bekannten
Vorröhren ECC83 und ECC82 bzw. ECC99.
Die Schaltung wurde auf einer Platine mit den Maßen 170 x 150
realisiert. (siehe Bild). Die Platine(P25) wurde so ausgelegt, dass die
verschiedenen Endröhren sowohl mit Oktal Sockel, wie auch der 4 pol Sockel
der W300B und 2A3 verwendet werden können.
gemessene
Werte:
Bei Ua = 400V
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Parameter |
Wert |
Bei: |
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Ausgangsleistung |
20W
Sinus |
1%
Klirrfaktor |
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Frequenzgang |
10 Hz
bis 30 kHz |
+/-
1dB |
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Geräuschabstand |
- 80dB |
1V
Ausgangsspannung |
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Eingangsspannung |
100mV |
Nennleistung |
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Klirrfaktor |
0,5% |
10Watt
Sinus |
Ergebnis
Alle Zieldaten wurden erreicht oder noch übertroffen. Damit steht mit dem
Verstärker SE25 mit dem speziell dazu entwickelten Ausgangsübertrager AT12
ein preiswerter Spitzenverstärker der High-End Röhrentechnik zur
Verfügung.
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Verstärkerplatine mit KT88 |

SE 25 HiFi Verstärker |
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